Presse

03.12.2018 | Aargauer Zeitung

Zurück auf dem Thron

BRUGG/YVERDON - Der Ju-Jitsu und Judo Club Brugg gewinnt zum 15. Mal die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft.

TEXT: CIRIL GROSSKLAUS | BILD: NATHALIE TARDY

Die Brugger Judokas gewinnen, nach einem Jahr Unterbruch, erneut die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft und sind somit alleiniger Rekordmeister. Das mit Spannung erwartete Final Four-Turnier in Yverdon endete mit dem insgesamt fünfzehnten Meistertitel für den Ju-Jitsu und Judo Club Brugg. Der Aargauer Top-Verein hat damit Geschichte geschrieben – kein anderes Team im Schweizer Judo wurde jemals so oft Mannschaftsmeister.

Erster Kampf als Knackpunkt

Die Ausgangslage versprach auch dieses Jahr viel Nervenkitzel. Bereits der Halbfinal gegen Uster zeichnete sich als grosse Hürde ab. Es galt, die sogenannten sicheren Siege einzufahren und von den ausgeglichenen Duellen möglichst viele zu gewinnen. Dass im Judo aber keine wirklich sicheren Siege existieren, wurde sogleich im ersten Kampf bewiesen. Der Brugger Auftaktkämpfer, Eduard Nicolaescu, hatte nämlich eine Herkulesaufgabe vor sich. Er kämpfte nicht nur eine Kategorie höher als gewöhnlich, sondern musste es auch mit dem amtierenden Doppelschweizermeister -81 kg im Einzelwettbewerb, Lukas Wittwer, aufnehmen. Entgegen aller Prognosen entschied Eduard Nicolaescu den Kampf mit zwei Wertungen innert vierzig Sekunden vorzeitig für Brugg und brachte so den Siegeszug ins Rollen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Nach diesem psychologischen «Genickbruch» für den Gegner fuhren Patrik Moser -100 kg, Otto Imala +100 kg, Ciril Grossklaus -90 kg und Adam Batsiev -66 kg die weiteren Siege ein. Einzig -73 kg und -60 kg gewannen die aus Uster favorisierten Kämpfer. Brugg zog mit 10:4 Siegpunkten in den Final ein, wo der bekannte Erzrivale aus Morges wartete. Uster holte sich nachfolgend mit einem deutlichen 12:2-Sieg gegen Bern verdient die Bronzemedaille.

Im Final legte das Team vom Genfersee mit einem Sieg -81 kg vor. In die Bresche sprang Naïm Matt -73 kg, der für Brugg wieder ausglich. Otto Imala, nun -100 kg eingesetzt, setzte sich in einer Zitterpartie mit einem jungen Halbfranzosen am Boden durch. Patrik Moser +100 kg kämpfend, musste sich hingegen Morges’ Söldner, dem mehrfachen Afrikameister aus Ägypten, geschlagen geben. Ciril Grossklaus -90 kg legte mit einem vorzeitigen Sieg wieder für Brugg vor und Adam Batsiev -66 kg machte mit seinem dreizehnten Saisonsieg den Sack zu. Die abschliessende Niederlage -60 kg führte schliesslich zum 8:6 Endstand.

Der aus Baar stammende 18-jährige Adam Batsiev ist somit nicht nur Bruggs Topskorer, sondern auch dreifacher Schweizer Meister: U21, Elite und Team. Doch «einen Mann des Tages, gibt es nicht», sagt Coach Martin Nietlispach. «Den Unterschied machte einmal mehr unser starker Teamgeist aus.»

Bild: Grenzenlose Freude bei der Brugger Mannschaft und ihren Anhängern im Moment des Titelgewinns. Damit sind sie zum 15. Mal Schweizer Mannschaftsmeister.

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