Ju-Jitsu & Judo Club Brugg

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«Es zeigt, dass man uns wahrnimmt»

Judo Seit 10 Jahren dominiert das Judo Team Brugg. Nun sind sie «Aargauer Sportler des Jahres». Ein Besuch.

TEXT: LEO EIHOLZER | BILD: MICHAEL HUNZIKER

«Als er sagte, das Judo Team Brugg sei im Couvert, sind wir ausgeflippt», sagt der Judoka und Olympiateilnehmer Ciril Grossklaus. Die Freude über die eine Woche zuvor als Team gewonnene Auszeichnung zum «Aargauer Sportler des Jahres» ist beim Besuch im Trainingszentrum noch immer deutlich zu spüren. Im Gespräch mit den Athleten wird schnell klar, wie viel ihnen der Titel bedeutet. Grossklaus ist dankbar für die Wertschätzung durch die Aargauer Bevölkerung: «Es zeigt, dass man uns wahrnimmt. Es steckt sehr viel Arbeit, von sehr vielen Leuten, über viele Jahre dahinter.»

Bild: In der Mülimatt wird die Basis für Bruggs Judo-Erfolge gelegt.

Ciril Grossklaus, die Galionsfigur des Schweizer Judos, ist überzeugt, die Abstimmenden hätten sich auch wegen der konstanten Juniorenarbeit für seinen Klub entschieden. Umso mehr wurmte es Martin Nietlispach, den Trainer des NLA-Teams, dass er aus Platzgründen nicht alle Kämpfer an die Gala mitnehmen konnte. «Diejenigen, die dabei waren, mussten es sich durch ausserordentliche Leistungen verdienen», sagt der 30-Jährige, der manchmal selbst noch für sein Team kämpft. «Aber wir organisieren nun einen Anlass, um den Erfolg zusammen als Mannschaft feiern zu können.»


«Alle trainieren zusammen, und der Generationenwechsel verläuft reibungslos.»

Michael Kistler Judoka


Vor allem die jungen Kämpfer, die nur sporadisch auf dem Weg zum zehnten Meistertitel in Serie zum Einsatz kamen, werden an diesem Anlass nicht zu kurz kommen. Die Brugger versuchen, die jungen Kämpfer frühzeitig einzubinden und so an das NLA-Niveau heranzuführen. Der 22-jährige Michael Kistler ist ein gutes Beispiel für die gute Nachwuchsarbeit des Klubs. Er kämpft bereits seit 2014 international, wurde früh in die NLA-Mannschaft eingebunden und zeigt sich vom Konzept begeistert: «Alle trainieren zusammen und der Generationenwechsel verläuft reibungslos.» Im Ausbildungszentrum Mülimatt trainiert nicht nur der Nachwuchs mit den Stars, auch Breitensportler sind zum Training eingeladen, sofern sie den nötigen Fitness- und Kenntnisstand aufweisen.

Das Leben als Judo-Profi ist teuer. Die Spitzensportler bezeichnen sich selbst als Vollzeit-Judokämpfer. Ein Athlet, dereine Saison an der Weltspitze kämpfen will, muss alleine für die Reisen 25 000 Franken aufwenden. Ciril Grossklaus kündete seine Stelle 2012, um sich voll auf die avisierte und schliesslich geglückte Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 zu konzentrieren. Er wird unter anderem von der Schweizer Sporthilfe unterstützt.

Die Trophäe ist in Gefahr

Michael Kistler arbeitet in einem 40- Prozent-Pensum in der Administration der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er wohnt noch zu Hause, um seinen Lohn voll für das Judo verwenden zu können. Die Brugger sind deshalb ständig auf der Suche nach Sponsoren und vor allem nach privaten Gönnern. Michael Kistler sagt: «Das Geld wird einem nicht nachgeworfen.»

Der Ehrung zum «Aargauer Sportler des Jahres» könnte diesbezüglich helfen, weil die Bekanntheit des Teams weiter gestiegen ist. Die Trophäe, die Martin Nietlispach an der Gala überreicht wurde, steht auf dem einzigen Regal in der Mülimatt, direkt neben einem Schwarz-Weiss-Foto des Judo-Gründers Kanō Jigorō. «Bis sie beim Fussball abgeschossen wird», wie Michael Kistler prophezeit.

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