Jiu-Jitsu

Trainer Ju-Jitsu

Foto Name / Kontakt Funktion

Adrian Genner

- Trainer Ju-Jitsu
- Technische Kommision Ju-Jitsu  (Vorstand)

Thomas Mennig - Trainer Ju-Jitsu
- Trainingsleiter Tai Chi

 

 

Übersicht Angebot Jiu-Jitsu

 


Wochentag
 


Dojo Mülimatt
 

Montag

20:00 - 21:30

Jiu-Jitsu Fortgeschrittene (ab 14 Jahren, ab Gelbgurt)

(Adrian Genner)

Dienstag

 

Mittwoch

20:00 - 21:30

Jiu-Jitsu Erwachsene (ab 14 Jahren)

(Adrian Genner)

Donnerstag

 

Freitag

 

Wir haben eine junge, fröhliche Gruppe, die gerne Jiu-Jitsu übt und dabei auch viel Spass hat. Anschliessend an den sportlichen Teil geniessen wir auch den geselligen, wir sitzen gemütlich zusammen, plaudern und löschen den Durst.

Hinweise für Interessierte/Anfänger:

Bist Du neu? Hast Du noch nie eine Budo-Sportart ausprobiert oder trainiert? Na dann wird es Zeit dies zu ändern. Komm doch bei uns am Mittwoch abend vorbei und schau Dir an, was wir da im Jiu-Jitsu-Training üben und wie uns das Spass macht! Du kannst ganz unverbindlich kommen.

Einige Hinweise können für Dich von Nutzen sein:

  • Nimm doch Deinen Trainingsanzug mit (oder den Judogi, wenn Du einen hast), dann kannst Du nicht nur zuschauen, sondern gleich ausprobieren, ob's Dir gefällt.
  • Da wir barfuss auf der Matte trainieren, erwarten wir unsere Leute mit sauberen Füssen.
  • Wir empfehlen, allen Schmuck vor dem Training abzulegen, damit keine Verletzungsgefahr besteht.
  • Wenn Du Dich so richtig ins Zeug gelegt hast, bist Du nach dem Training tropfnass, Duschutensilien wären dann von Vorteil!

Bei weiteren Fragen kannst Du gerne mit Adrian Genner Kontakt aufnehmen. Oder möchtest Du weitere Informationen über das Wesen des Jiu-Jitsu?

Ju-Jitsu

Ju (auch Jiu) bedeutet nachgeben oder ausweichen, Jitsu Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jitsu ist also die Kunst, durch Nachgeben beziehungsweise Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen.

Tag
Zeit
Gruppe
Trainer

Montag

20:00-21:30

Fortgeschrittene

mind. Gelbgürtel

Adrian Genner

David Wernli

Mittwoch

20:00-21:30

Erwachsene

ab 16 Jahre

Ju-Jitsu beim JJJC Brugg

Aspekte

Video startet mit Klick auf das Bild:

Ju-Jitsu beim JJJC Brugg

Selbstverteidigung
Das ursprüngliche, aber auch aktuelle Thema des Ju-Jitsu. Das Üben im Ju-Jitsu soll die Chancen erhöhen, eine Notsituation erfolgreich zu meistern.

Sport
Das Ju-Jitsu Training stellt vielseitige Anforderungen in allen Leistungsbereichen (Kondition, Koordination, Beweglichkeit, Kognition, Emotion, ...).

Kunst
Der Kunstaspekt im Ju-Jitsu kommt dort zum Ausdruck, wo heiter, aber unerbittlich geübt wird, bis die Technik fehlerfrei gelingt (zum Beispiel bei einer Kata = festgelegte Form).

Spiel
Im Training wird zwar ernsthaft geübt, aber es handelt sich nicht um den Ernstfall. Wir spielen möglichst gut unsere Rolle als Angreifende, Abwehrende oder Helfende.


Elemente

  • Fall-, Roll- und Ausweichtechniken
  • Wurftechniken
  • Bodenkampf-Techniken
  • Hebel- und Würgetechniken
  • Schlag-, Stoss- und Blocktechniken
  • Abwehr von bewaffneten und unbewaffneten Angriffen

Geschichte des Jiu-Jitsu

Jiu-Jitsu wird in unserem Vereinsnamen (Jiu-Jitsu- und Judo-Club Brugg) wie auch im Namen unseres Verbandes (Schweizerischer Judo- und Ju-Jitsu-Verband SJV) in einem Atemzug genannt. Dies lässt auf Gemeinsamkeiten schliessen. Tatsächlich werden denn auch heute noch in der Schweiz Judo und Jiu-Jitsu häufig im selben Club bzw. in derselben Schule gelehrt. Im Ausland ist die Trennung strikter: meist sind Judo und Jiu-Jitsu in getrennten Verbänden organisiert. 1985 wurde aber auch im SJV nach langen Diskussionen Judo und Ju-Jitsu entflechtet. Das Jiu-Jitsu hat seither ein eigenes Departement innerhalb des SJV.

Auch geschichtlich sind Judo und Jiu-Jitsu eng miteinander verknüpft. Jiu-Jitsu ist älter als Judo. Die ersten Informationen stammen von 1650, als ein Chinese die Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung an drei Samurais weitergegeben hat (Auch das Karate stammt aus Okinawa, welches erst seit 1879 zu Japan gehört. Aber auch beim Karate muss man davon ausgehen, dass die eigentlichen Ursprünge in China liegen). Diese nannten das System Jiu-Jitsu, was soviel wie "sanfte Kunst" bedeutet.

Dieser Begriff ist in Relation zum Schwert, der Hauptwaffe der Samurais, zu sehen. Das Schwert wurde im Ernstfall nur gezogen, um zu töten. Mit dem Jiu-Jitsu war es nun auch möglich, einen Gegner zu besiegen, ohne ihn gleich zu töten. Allerdings kann man davon ausgehen, dass man zur damaligen Zeit nicht sehr zimperlich mit seinen Gegnern umgegangen ist.

Mögen die Japaner Jiu-Jitsu auch nicht erfunden haben, so haben sie es doch weiterentwickelt. Es entstanden verschiedene Stile (Ryu). 1882 gründete dann Jigoro Kano die erste Judo-Schule (das Kodokan). Kano hat verschiedene Jiu-Jitsu-Stile studiert und deren Techniken zu einem neuen Stil, dem Judo, verschmolzen. Um die Jahrhundertwende kam dann das Jiu-Jitsu, vor allem durch Matrosen, nach Europa und wurde hier mit Box- und Ring-Techniken vermischt. Dieses "europäische Jiu-Jitsu" wurde dann als Selbstverteidigung propagiert.

Während sich das Judo schwerpunktmässig immer mehr Richtung Wettkampf entwickelte und seit 1964 sogar in die Olympischen Spiele aufgenommen wurde, blieb beim Jiu-Jitsu der Selbstverteidigungsgedanke im Vordergrund. Auch Militär und Polizei begannen sich für die Jiu-Jitsu-Techniken zu interessieren.

Gefährliche und schlecht kontrollierbare Techniken (z.B. Genickhebel) sowie Schläge und Tritte sind im Judo-Wettkampf verboten. Das Jiu-Jitsu hingegen hat in den letzten Jahrzehnten einen Wandel erfahren, indem es mit Techniken aus dem Aikido und dem Karate angereichert wurde.

Der Beginn der Entwicklung in der Schweiz ist eng mit vier Persönlichkeiten verbunden: mit Dr. Hanho Rhi, mit Alfred Baumann und mit den Brüdern Adolf und Robert Tobler. Aus dem Wirkungsschwerpunkt aller vier in Zürich ergibt sich, dass diese Stadt zunächst lange Zeit das Zentrum des schweizerischen Jiu-Jitsu gewesen ist. Dr. Hanho Rhi gründete 1929 die erste Jiu-Jitsu-Schule der Schweiz in Zürich.

Die Entwicklung verlief in den verschiedenen Ländern unterschiedlich, so dass es im Jiu-Jitsu bis heute weltweit kein einheitliches System gibt. Das spiegelt sich auch in den diversen nationalen und internationalen Verbänden wider.

In der Schweiz sind die meisten Jiu-Jitsu-Vereine dem SJV angeschlossen. Die offizielle Schreibweise in diesem Verband ist Ju-Jitsu, dies als Unterscheidung zum alten (europäischen wie japanischen) Jiu-Jitsu. In Deutschland verwendet man für das neue Jiu-Jitsu den Namen Ju-Jitsu.

Dass unser Club noch den alten Begriff verwendet, hat rein historische Gründe (der Namenswechsel wurde bei der letzten Statutenänderung verpasst).

Wie auch immer die Schreibweise ist, die Bedeutung ist dieselbe: Ju (Jiu) bedeutet nachgeben oder ausweichen, Jitsu (Jutsu) Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jitsu ist also die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Dieses ökonomische Prinzip, mit geringstem Aufwand grösstmöglichen Nutzen zu erzielen, findet sich in vielen anderen Budo-Disziplinen und insbesondere auch im Judo wieder.

(Adrian Genner)

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